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28. September 2016

Xi Jinpings zweite Amtszeit –Wohin steuert China?

Hintergrundinformationen zum Vortrag

Eine Premiere der besonderen Art fand vor Kurzem im Steigenberger Hotel Stadt Lörrach statt. Gemeinsam mit dem Aktionskreis Freiburger Schule und dem Walter-Eucken-Institut hatte die DHBW zum ersten Ordnungspolitischen Frühstück in Lörrach geladen. Die Idee dieser Veranstaltung, die es in Freiburg bereits seit einigen Jahren gibt, ist es, aktuelle wirtschaftspolitische Fragestellungen im Kontext der Tradition der Freiburger Schule als theoretischem Wegbereiter der sozialen Marktwirtschaft, zu diskutieren.

In seinem Vortrag „Xi Jinpings zweite Amtszeit –Wohin steuert China?“ fokussierte Christian Sommer auf die Fortsetzung des Wandels in China, die Spannungsfelder zwischen kultureller Prägung und Herausforderungen des globalen Wettbewerbs. In seinem lebhaften Vortrag schilderte Christian Sommer anschaulich, nicht nur aktuelle und zukünftige geopolitische Fragen, sondern skizzierte auch die Konsequenzen der nationalen sowie globalen wirtschaftspolitischen Ausrichtung Chinas. Hierbei ergaben sich dann wieder zahlreiche Berührungspunkte mit ordnungspolitischen Themenfelder wie den Rahmenbedingungen für deutsche Direktinvestitionen, aber auch für Unternehmensaufkäufe durch chinesische Investoren im Ausland sowie die expansiven Direktinvestitionen in die Ressourcensicherung in anderen Ländern und Kontinenten.
In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Teilnehmer angeregt mit dem Referenten und informierten sich insbesondere über die Auswirkungen für bestehende und künftige Geschäftsbeziehungen deutscher Unternehmen in China und für jene Unternehmen in Deutschland, die sich inzwischen in chinesischem Eigentum befinden.

Zum Abschluss waren sich alle Anwesenden einig, dass das erste Ordnungspolitische Frühstück in Lörrach ein gelungener Start in eine Veranstaltungsreihe darstellt, die weiter fortgesetzt werden sollte.

(Text: Jan Christoph Bodenbender, DHBW Lörrach)

Referent: Christian Sommer, CEO & Chairman des German Center Shanghai
Sein erster Chinakontakt – ein Besuch bei seinem Tischtennis-Teamkollegen in dessen Heimatstadt Hangzhou 1994 – beeindruckte den studierten Kieler Juristen zutiefst. Die Dynamik und Vielfalt Chinas bewog den ehemaligen Dozenten der Sparkassenakademie Schleswig-Holstein 1995 dazu, eine Stelle bei TaylorWessing (damals Fromm, Harnischfeger-Ksoll und Partner) in Shanghai anzunehmen.
Zu seiner Lebensaufgabe fand Christian Sommer 1999, als er die Herausforderung annahm, das German Centre in Beijing aufzubauen.  Er verschaffte dem German Centre Beijing einen hervorragenden Ruf und etablierte es als feste Institution der deutschen Geschäftswelt. In dieser Zeit war er auch als Vice-Chairman im AHK-Vorstand aktiv.
2005 kehrte Christian Sommer mit seiner Familie nach Shanghai zurück: Das damals neu gebaute German Centre im Zhangjiang High-Tech-Park brauchte einen erfahrenen Geschäftsführer, um mit Weitblick ein Team aufzubauen und die über 30.000qm Bürofläche zu füllen, denen eine solide Plattform mit Austausch untereinander, vielfältiger Unterstützung und Netzwerken wichtig ist.
Inzwischen feierte das German Centre Shanghai sein 20-jähriges Jubiläum und ist sowohl eine Institution für deutsche Firmen, die erste Schritte im chinesischen Markt wagen, als auch ein Treffpunkt für die deutsche Gemeinde zu geschäftlichen und sozialen Events. Für Christian Sommer ist die einzige Konstante in China die Veränderung, Routine fast ein Fremdwort. Der Bedarf an schnellen, kreativen Entscheidungen und starken Nerven treibt ihn an.
Mit der Eröffnung des German Enterprise Center Qingdao Branch im Januar 2016 starteten Herr Sommer und sein Team erfolgreich ins Jahr 2016. Anfang Juni konnten Sie mit der Eröffnung des neuen German Centre Taicang, eine “3rd tier city” nahe Shanghai und seit Jahren ein Standort deutscher KMU, die Erfolgsgeschichte der German Centre in China um ein weiteres Kapitel ergänzen.