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Ordnungspolitik im Bildungswesen

Wissen ist eine zentrale Ressource des 21. Jahrhunderts. Zur Bildung gehören außer Wissen Urteilsvermögen, Reflexionsfähigkeit und Kritikfähigkeit. Daraus ergeben sich zwei Aufgaben für das Bildungssystem:
(1) Vermittlung der Werte, Haltungen und Kompetenzen, die Wirtschaft und Gesellschaft benötigen.
(2) Identifizierung und Förderung der Begabungen und Neigungen der Lernenden.

Bildung hat für die Soziale Marktwirtschaft eine zentrale Bedeutung, weil Chancengleichheit in der ordnungspolitischen Werteskala weit oben steht. Besonders bedeutsam ist die frühkindliche Bildung, denn frühe Benachteiligungen können später nur zu hohen Kosten ausgeglichen werden.

Die Bildungsverfassung garantiert die Schul wahlfreiheit und die freie Wahl des Ausbildungsplatzes. Der individuelle Nutzen der Bildung besteht in einer generell höheren Lebensqualität und -tüchtigkeit, höherem Einkommen und geringerem Arbeitslosigkeitsrisiko. Dieser individuelle Nutzen rechtfertigt es, das Individuum an den Kosten seiner Bildung zu beteiligen. Bildung ist aber auch ein öffentliches Gut; sie fördert das Wirtschaftswachstum, reduziert die Kriminalität
und verstärkt den sozialen Zusammenhalt. Wegen dieses sozialen Nutzens besteht die Gefahr der Unterinvestition in Bildung, wenn sie allein dem Markt überlassen wird.

Der Staat versteht sich allerdings immer noch zu sehr als alleiniger Produzent von Bildung und Wissenschaft, was zu Regulierungen und Uniformität führt. Es fehlt ein stärkerer Wettbewerb um Schüler und Studierende im Bildungssystem. Der Staat muss zwar die Bildungsinteressen der Bürger schützen, aber nicht in jedem Fall selbst Bildung "produzieren".