Aktionskreis Freiburger Schule bei Twitter
Aktionskreis Freiburger Schule bei Facebook

Ordnungspolitik in der Alterssicherung

Alterseinkünfte sollten sich aus geleisteten Beiträgen während der Erwerbsarbeitsphase ableiten. Zunächst kann durch Sparen ein Vermögen gebildet werden. Dafür wird keine Organisation benötigt, die einen Teil der Ersparnisse aufzehren würde. Dies verlangt allerdings einen gleich bleibenden Geldwert. In Ländern mit inflationärer Wirtschaftspolitik ist es deshalb, zumindest für die Masse der "kleinen Leute", nicht anwendbar. Es tritt hinzu, dass es manchen Menschen an Voraussicht und Selbstbeherrschung mangelt und das angesammelte Vermögen vorzeitig aufgebraucht werden könnte.

Die Gesetzliche Rentenversicherung mit Umlageverfahren hat den Vorteil, dass keine Kapitalbildung notwendig ist und den Nachteil, dass sie eine teure Organisation benötigt, den Faktor Arbeit verteuert und besonders von der Alterung der Bevölkerung betroffen ist. Dies führt nolensvolens zu staatlichen Sozialleistungen für jene, die sich nicht selbst helfen können.

Aus ordnungspolitischer Sicht soll der Staat in der Rentenversicherung auf Umverteilung verzichten. Für Umverteilung sind Steuern und Sozialleistungen einzusetzen. Beim Umlageverfahren treten Ansprüche ohne Kapitaldeckung an die Stelle privater Ersparnisse. Wesentlicher Vorteil des Kapitaldeckungsverfahrens ist, dass Vermögen gebildet wird, das für wachstumsfördernde Investitionen – auch international – zur Verfügung steht. Die angesparten Vermögen sollten nicht dem Zugriff des Staates ausgesetzt sein. Das Verfahren führt zu einer marktorientierten Lenkung der Ressourcen. Mischformen bestehen aus einer Grundsicherung durch die gesetzliche Rentenversicherung und individueller Vorsorge nach dem Kapitaldeckungsverfahren, beispielsweise durch private Ersparnis oder "Riester-Renten".